Yara Linss
Sängerin, Komponistin
Die Tochter einer Brasilianerin und eines Deutschen wurde 1980 in der Metropole São Paulo geboren. Sie kommt im Alter von 4 Jahren nach Deutschland und wächst in Ulm auf. Die Musik erbt sie vom Großvater – nimmt Unterricht auf seiner Geige und wird angesteckt vom ersten Orchesterspiel. Allmählich entdeckt sie den Klang ihrer eigenen Stimme – zunächst noch im Chor. Später absolviert sie dann eine Ausbildung im klassischen Gesang in Dinkelsbühl.
Was sie aber eigentlich anzieht, ist die magische Welt, die ihre brasilianische Mutter im Plattenschrank gehütet hatte: Die Luftigkeit und Eleganz großer Bossa Nova-Stimmen wie Elis Regina und Astrud Gilberto.
2003 nimmt sie ihr Jazzstudium zunächst in Holland auf, 2006 entsteht in Nürnberg ihr erstes Album mit überwiegend eigenen Kompositionen. Diese wurzeln weit zurück in den federleichten Melodien ihrer Kindheit - im hellen Klang sonnendurchfluteter Promenaden, im Dunstkreis von Großstadt-Gegensätzen zwischen Arm und Reich.
2007 vertritt sie beim Stimmenfang-Festival Nürnberg den Stargast – die erkrankte Portugiesin Maria João und wird vom Publikum spontan gefeiert. 2008 wird ihr Quartett mit dem Bassisten Alex Bayer für die frei schwebende Songpoesie zwischen Bossa Nova und improvisiertem Vocal Jazz mit einem Kulturstipendium der Stadt Nürnberg ausgezeichnet. 2009 gewinnt Yara Linss den Bruno-Rother-Wettbewerb der Musikhochschule Nürnberg und ebenso die bayerische Ausscheidung des Weltmusik Awards Creole.
Lyrik von Dorothy Parkers, James Joyce, Emily Dickinson und Fernanda Young, sowie Kurt Schwitters, Heinrich Heine und Else Lasker-Schüler haben Yara Linss zu ihrem aktuellen Album "Poems" inspiriert. Sie hat dafür Musik komponiert, die beweglich und biegsam durch die Genres gleitet, und sich so nicht nur elegant der eindeutigen Kategorisierung entzieht, sondern auch einen höchst individuellen eigenen Stil generiert. Mit hell timbrierter, geschmeidiger Stimme gestaltet die Vokalistin in federnden Jazz-Chansons auf der Skala von traumverloren-mädchenhaft bis energisch-expressiv die aus dem 19. bis 21. Jahrhundert stammenden Gedichtvorlagen. Umhüllt wird ihr Gesang vom vielfarbigen Sound und der nuancierten Dynamik einer Band der starken Solisten, die gut aufeinander abgestimmt feine Klang- und Rhythmusdetails herausarbeiten und mit hörbarer Lust - ob nun im angedeuteten Tango, im romantischen Gestus des 21. Jahrhunderts oder im Jazzrock-Groove - immer wieder neue, überraschende Wendungen in der Musik ansteuern.
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"..Zwischen den Polen Zartheit und Stärke entfaltet sich der berührende, künstlerische Charakter einer jungen Sängerin, die mit ihrer Musik den Moment so fassen möchte, wie er nie wieder sein wird."
www.yaralinss.de
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